SCHIEDSRICHTERGRUPPE BAD MERGENTHEIM
9. November 2025 | Klaus T. Mende

Jahresfeier mit Ehrungen im AMC-Heim in Laudenbach

Aus: Fränkische Nachrichten vom Di, 4.11.25

Zahlreiche aktive und passive Unparteiische, Partner sowie Ehrengäste fanden sich im Vereinsheim des AMC Laudenbach ein, um gemeinsam im Rahmen der Jahresfeier auf ein intensives und engagiertes Schiedsrichterjahr in der Gruppe Mergentheim zurückzublicken.

In seinem Rückblick ließ Obmann Julian Scheidel das Jahr Revue passieren, das von zahlreichen Einsätzen, Lehrgängen und Veranstaltungen geprägt war. Traditionell startete die Gruppe mit dem Dreikönigsfrühschoppen im Sportheim des SV Wachbach. Die Veranstaltung war erneut gut besucht und bot einen gelungenen Auftakt ins neue Schiedsrichterjahr.

Im Februar stand der Neulingskurs im Sportheim Rengershausen auf dem Programm – gemeinsam mit der SRG Künzelsau. Mit zehn Anmeldungen und acht erfolgreichen Prüfungen, darunter zwei Frauen, zeigte sich die Gruppe zufrieden. „Endlich wieder ein starkes Signal für unseren Nachwuchs“, resümierte der Obmann. Aktuell zähle die SRG Mergentheim 51 aktive Schiedsrichter. Für den nächsten Kurs Anfang 2026 liefen bereits die Planungen.

Sportlich brachte das Jahr Licht und Schatten. Felix Dürr musste die Landesliga nach einem Jahr wieder verlassen, während Fabian Groß in seiner ersten Bezirksligasaison überzeugte und in den A-Kader aufstieg, sich am Saisonende aber aus dem Beobachtungswesen zurückzog. Weiterhin im Lehrstab des Württembergischen Fußballverbands aktiv ist Sebastian Schühl, der die Gruppe auf Verbandsebene hervorragend vertreten.

Im Pokal und in der Relegation stark vertreten

Bei den Relegations- und Pokalspielen war die Mergentheimer Gruppe ebenfalls stark vertreten. Unter anderem leitete der Obmann das Kreisliga-A-Relegationsspiel in Neckarsulm, während Felix Dürr das Aufstiegsspiel zur Bezirksliga pfeifen durfte. Auch beim B-Juniorinnen-Pokalfinale standen Unparteiische aus Mergentheim im Einsatz.

Insgesamt kamen die Schiedsrichter der Gruppe auf 909 anrechenbare Einsätze und 234 Schulungsbesuche. Mit einer Anrechenbarkeitsquote von 71 Prozent zeigte sich der Obmann zufrieden, mahnte jedoch zugleich zur besseren Pflege von Sperrterminen, um die Arbeit der Einteiler zu erleichtern. Die fleißigsten Referees der Saison waren Anton Wülk (50 Einsätze), Felix Dürr (43) und Niklas Ulshöfer (34).

Ein fester Bestandteil im Jahreskalender war die Leistungsprüfung im Juli im Stadion Bad Mergentheim mit anschließendem Grillfest beim FC Igersheim. Die Beteiligung hätte etwas größer ausfallen dürfen, doch die Anwesenden nutzten den Abend zum regen Austausch und geselligen Ausklang. Organisiert wurde die Veranstaltung von Tim Krauter, Refereekollege und Vorsitzender des FC Igersheim, dem dafür besonderer Dank galt. Im September reisten vier Mergentheimer Schiedsrichter zum traditionellen Austausch mit der SRG Zollern nach Balingen. Nach einem Weißwurstfrühstück leitete das Gespann mehrere Partien in der Kreisliga, ehe der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklang.

Ein zentrales Thema des Abends war auch das erste Jahr im neuen Bezirk Franken. Der Obmann zog ein positives Fazit: „Es war ein Jahr des Kennenlernens und Zusammenwachsens.“ Besonders hob er die gute Zusammenarbeit mit Bezirksschiedsrichterobmann Rene Fröschle hervor, der mit großem Einsatz an einer verbesserten Spielverteilung arbeitete. Zu den Ehrengästen des Abends zählten Helmut Megerle, Vorsitzender des Bezirks Franken, René Fröschle sowie Reinhold Balbach vom Sportkreis Mergentheim. In ihren Grußworten bedankten sie sich ausdrücklich für das Engagement der Schiedsrichter. „Ohne euren Einsatz an Wochenenden, Feiertagen und oft bei Wind und Wetter gäbe es keinen geregelten Spielbetrieb“, betonte die drei unisono.

Abschließend nutzte der Obmann die Gelegenheit, sich bei seinem Ausschuss und allen Funktionsträgern zu bedanken – besonders bei den Einteilern Sturmius Burkert und Tim Krauter, die aufgrund der hohen Zahl an Spielen besonders gefordert sind. Ein Sonderlob ging an Gerhard Haas, der als Coach die jungen Schiedsrichter betreut und mit seiner Erfahrung wichtige Impulse für deren Entwicklung gibt. Auch Waltraud Hochbein, die der Gruppe trotz ihres offiziellen Abschieds weiterhin verbunden bleibe, erhielt lobende Worte.

Im Rahmen der Jahresfeier wurden zudem verdiente Mitglieder ausgezeichnet: Andreas Kemmer (SV Bieberehren) erhielt die Ehrennadel in Silber für 20 Jahre Schiedsrichtertätigkeit. Kurt Immel (Spvgg Schäftersheim) wurde für 40 Jahre aktives Pfeifen geehrt. Und Heinz Endres (TSV Laudenbach) feierte mit 60 Jahren Schiedsrichtertätigkeit, davon 50 aktiv, ein beeindruckendes Jubiläum.

Mit Applaus und vielen persönlichen Gesprächen endete der offizielle Teil. Beim gemütlichen Beisammensein ließen die Unparteiischen den Abend kameradschaftlich ausklingen – ganz im Sinne des Mottos: „Ohne Schiedsrichter kein Spiel.“